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Lektorat

Jansen & Jansen | Kreativ Kontor

Lektorat ist wichtig und gefragter denn je. Doch was dieses Lektorat eigentlich ist, darauf soll im Folgenden näher eingegangen werden. Das Lektorat ist eine Dienstleistung, die – so zeichnet sich ab – immer häufiger in Anspruch genommen wird – und das ist auch sinnvoll. Es geht dabei in erster Linie um das Korrigieren und Be-arbeiten von Texten, denn das ist bekannterweise nicht jedermanns Sache, muss es allerdings auch nicht. Genau aus diesem Grund haben sich immer mehr Textagenturen entschieden, diesen Service mit an zu bieten. Doch was ein solcher Service beinhalten kann oder sollte, ist je nach Agentur verschieden. Wir bei Jansen & Jansen, dem Kreativ-Kontor aus Wuppertal, haben uns deshalb überlegt, den Begriff des Lektorats und damit verbunden den Lektorats-Service – so wie wir ihn definieren – unter die Lupe zu nehmen und vorzustellen.

Lektorat – mehr als nur Korrekturlesen

Wie viele vielleicht bereits wissen, beinhaltet das Lektorat vor allem die Korrektur der Sprache eines Textes, sprich Interpunktion, Grammatik und Orthografie. Dieser Bestandteil ist auch wirklich wichtig und muss daher die grundlegende Basis für ein jedes Lektorat bilden. Darüber hinaus kann es jedoch noch viel mehr umfassen: nicht nur die Form eines Textes kann korrigiert werden, auch inhaltliche Aspekte können im Zuge eines sogenannten Rewritings beachtet und verbessert werden. Beim wis-senschaftlichen Lektorat wird dann außerdem noch auf korrekte Zitation geprüft, damit sich auch hier keinerlei Fehler einschleichen können, den das geschieht schneller, als man denkt. Ganz klar unterschieden werden muss das Lektorat jedoch vom sogenannten Ghostwriting, hier wird der Text nicht nur korrigiert und überarbeitet, sondern komplett von der engagierten Person bzw. Agentur verfasst. Gerade im akademischen Bereich ist dies natürlich illegal und es versteht sich daher von selbst, dass professionelle Textagenturen eine solche Serviceleistung für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten niemals anbieten würden.

Warum sollte ich meine Texte lektorieren lassen?

Diese Frage ist natürlich berechtigt und gut nachvollziehbar, denn das Schreiben von Texten gehört in der deutschen Schulbildung schließlich ab der Grundschule bereits zu den Kernkompetenzen eines jeden Schülers oder sollte es zumindest. Das bedeutet nur nicht automatisch, dass auch jedem das Verfassen von Texten liegt und gelingt. Selbst renommierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie, Stephen King, Sebastian Fitzek und J.K. Rowling haben trotz ihres herausragenden schriftstelleri-schen Talents eines gemeinsam: auch ihre Texte werden lektoriert und ediert, da vier Augen immer mehr sehen als zwei. Insbesondere bedeutende Texte wie Abschluss-arbeiten, Werbetexte usw. Texte also, die eine bestimmte Intention verfolgen, sollten daher formal einwandfrei und leserlich gestaltet sein. Geht es zum Beispiel um die Texte einer Broschüre oder ähnliches, ist hier unter Umständen ein anderes Vokabular gefragt, als dies bei einer Dissertation oder einem anderen sachlicheren Text der Fall wäre.

Lektorat für das Internet

Nicht nur analoge Werbetexte sollten wohlüberlegt geschrieben werden, besonders die Texte und Inhalte einer Webseite sind es, die den potenziellen Kunden auf der Homepage zum Verweilen bringen. Neben einigen anderen Aspekten, ist gerade dies einer, der beim Google Ranking berücksichtigt wird, denn das Suchmaschinen-unternehmen misst, wie lange ein User Zeit auf der Seite verbringt. Ist ein Text unleserlich, formal unschön oder langweilig geschrieben, wird diese Zeit eher kurz aus-fallen, ist der Text jedoch leserlich und bieten eine sogenannte Usability, eine Benutzer-, d. h. in unserem Fall Lese(r)freundlichkeit dar, wird der Leser gerne auf der Seite verweilen und vielleicht darüber hinaus die Homepage ein wenig weiter erkunden wollen. Dies beeinflusst dann das Ranking der Webseite und je besser das Ranking, umso weiter oben ist die Seite bei der Google Suche zu finden. Hier, im World Wide Web, lohnt sich das Lektorat also genauso wie in der analogen Welt, um unter all der Konkurrenz herauszustechen, eine Investition, die sich lohnt.

Verschiedene Arten von Lektorat

Wenn es um das Korrigieren von Texten geht, gibt es die unterschiedlichsten Herangehensweisen. Das kann verschiedene Gründe haben, zum einen liegt es an dem jeweiligen Lektor selbst, wie er einen Text korrigiert und bearbeitet, und zum anderen am Umfang des Auftrags. Diese fangen beim kleinen Lektorat an, hier werden die Fehler lediglich markiert; beim mittleren Lektorat wird der Text nach dem Vier-Augen-Prinzip untersucht und die Fehler werden sofort behoben; das wissenschaftliche Lektorat ist dann noch umfangreicher und achtet auf die Einhaltung wissenschaftliche Standards, sprich Zitation, Literaturverzeichnis, Fußnoten, Format etc. Auch bei der Bearbeitungsform gibt es unterschiedliche Arbeitsweisen, die Korrekturen können in einem separaten Dokument festgehalten werden oder direkt im Textdokument per Kommentarfunktion angemerkt werden. Welche Art letztendlich benutzt werden soll, entscheiden Kunde und Lektor, um eine möglichst zufriedenstellende Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Lektorat von wissenschaftlichen Arbeiten

Auch wenn das Ghostwriting an Hochschulen illegal ist, gilt das zum Glück nicht für das Lektorieren von Hausarbeiten, Bachelor – und Masterarbeiten und Dissertationen. Gerade wenn es um Abschlussarbeiten geht, kann sich der Auftrag an einen Lektor lohnen, denn hier sollte wirklich alles stimmen. Man kennt es schließlich: man beschäftigt sich Monate, im Falle einer Dissertation sogar Jahre, mit einem Thema, hat quasi alles an Sekundärliteratur gelesen, was es zu diesem Thema nur zu lesen gibt; man ist also ein regelrechter Experte. Aber gerade dann, wenn man so nah am eigenen Text und am Thema arbeitet, gehen einem manchmal einige Dinge durch die Lappen. Es wäre schade um die Mühe, wenn ein Prüfer wegen einer unsauberen Form auf einen weniger guten Inhalt schließt, mit dem Lektorat wissenschaftlicher Arbeiten, kann sich das jedoch vermeiden lassen. Denn nicht nur die formalen Aspekte fallen einem nach so langer Zeit vielleicht nicht mehr auf, sondern insbesondere Argumentationsstrukturen und Gedankengänge, die dem Verfasser vielleicht absolut offensichtlich und nachvollziehbar erscheinen, für den Leser aber nicht unbedingt direkt Sinn ergeben, schleichen sich hier gerne ein. Auch in dieser Frage hilft das wissenschaftliche Lektorat weiter, denn Außenperspektiven sind für solche Angelegenheiten mehr als Gold wert. Wenn vor lauter Verstrickung in wissenschaftliche Literatur der rote Faden untergeht, fällt das dem Lektor auf und so kann er mit Rat und Tat zur Seite stehen und zur besseren Note verhelfen.

Egal ob es um analoge Texte oder Texte für den digitalen Bereich geht, ein Lektorat lohnt sich immer. Die gute Leserlichkeit eines Textes hinterlässt einen viel besseren Eindruck beim Leser, selbst wenn der Inhalt eines formal fehlerhaften Textes im Grunde der gleiche ist. Möchten Sie also mit Ihren Texten, egal welcher Art, brillieren, empfehlen wir, ernsthaft zu erwägen, eine Agentur damit zu betrauen, das Beste aus Ihren Texten herauszuholen und für die maximale Usability auf Seiten Ihrer Leserschaft zu sorgen.