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Lektorat

Lektorat

Was ein lektorierter Text bewirken kann.

Lektorat ist wichtig und gefragter denn je. Doch was dieses Lektorat eigentlich ist, darauf soll im Folgenden näher eingegangen werden. Das Lektorat ist eine Dienstleistung, die – so zeichnet sich ab – immer häufiger in Anspruch genommen wird – und das ist auch sinnvoll. Es geht dabei in erster Linie um das Korrigieren und Be-arbeiten von Texten, denn das ist bekannterweise nicht jedermanns Sache, muss es allerdings auch nicht. Genau aus diesem Grund haben sich immer mehr Textagenturen entschieden, diesen Service mit an zu bieten. Doch was ein solcher Service beinhalten kann oder sollte, ist je nach Agentur verschieden. Wir bei Jansen & Jansen, dem Kreativ-Kontor aus Wuppertal, haben uns deshalb überlegt, den Begriff des Lektorats und damit verbunden den Lektorats-Service – so wie wir ihn definieren – unter die Lupe zu nehmen und vorzustellen.‚Lektorat‘ ist ein Begriff, den viele bestimmt schon einmal gehört haben. Das ist doch das, was Verlage machen? Lektoren kümmern sich um Bücher, oder? Stimmt, aber hinter dem Lektorat verbirgt sich viel mehr, als einfach nur Romane Korrek-tur zu lesen. Alle möglichen Textsorten können und sollten auch lektoriert wer-den. Aber warum? Das erfährst du hier.

Warum ist das Lektorat überhaupt notwendig?

In Deutschland gibt es einen vergleichsweise eher geringen Anteil an funktionalen Analphabeten, also sollte die große Mehrheit in der Lage sein, Texte zu verfassen. Das stimmt auch, jedoch ist ‚einen Text schreiben‘ nicht direkt gleichbedeutend mit ‚einen guten Text schreiben‘. Gerade wenn es um bestimmte Intentionen oder eine spezifische Zielgruppe geht, die man mit seinem Text erreichen will, wird das Ver-fassen immer schwieriger. Deshalb funktioniert das Lektorat nach dem Vier-Augen-Prinzip und kann so sicherstellen, dass die Anforderungen der jeweiligen Textart erfüllt wurden.

Warum Lektorat und kein Rechtschreibprogramm benutzen?

Moderne Texterstellungsprogramme – wie Word, Open Office usw. – haben ein ein-gebautes Überprüfungssystem für Rechtschreibung und Grammatik. Dieses ist je-doch auf die rein formalen Aspekte begrenzt, es kümmert sich kaum um Ausdruck und überhaupt nicht um stringente Argumentation, sinnige Zusammenhänge oder stilistische Mittel. In den basalen Funktionen kann man sich meist auf diese Systeme verlassen, einfache Rechtschreib- oder Kommasetzungsfehler werden oft richtig er-kannt.

Computer sagt Nein – Sprachliche Feinheiten erkennen

Ein solches Programm kann jedoch die Feinheiten unserer Sprache nicht so gut ein-schätzen, wie ein Lektor das kann. Umgangssprachliche Redewendungen – oder an-ders gesagt, ob man Lack gesoffen hat – kann dieses System nicht erkennen, Angli-zismen checkt es auch nicht unbedingt, ganz zu schweigen davon, dass es einem nicht sagen kann, wenn man es zum Beispiel nicht schafft, einen Satz gut auf den Punkt zu bringen und eher herumschwafelt, am besten noch mit ganz vielen Kom-mata, die alles sehr unübersichtlich und kompliziert machen, den Satz also nur unnö-tig in die Länge ziehen. An dieser Stelle hat sich unser Lektor wohl kurz einen Kaffee geholt, ups.

Was genau kann ich mir unter Lektorat vorstellen?

Wenn man Texte liest, die in einem Kontext jeglicher Art veröffentlicht wurden, soll-ten diese idealerweise fehlerfrei sein. Niemands möchte, ein Satz lesen der ungefähr so aus sieht. Um dies zu verhindern, gibt es das Lektorat. Diese Sparte der Korrektur bildet das grundlegende Prinzip des Lektorats. Alle Texte, die Lektoren unterkom-men, werden auf Rechtschreibung, Grammatik, Ausdrucksweise und Zeichenset-zung überprüft. Aber es gilt: Je spezieller die Textform, desto spezieller auch das Lektorat.

Die wohl gängigste und bekannteste Form: das Literaturlektorat

Diese Art kennen bestimmt auch die ‚fachfremden‘. Ein Lektor eines Verlags be-kommt ein Manuskript und dieses muss dann überprüft, verbessert und aufge-hübscht werden. Ohne diese Bearbeitung des Textes wird kein Roman, keine Novelle und auch kein Gedicht veröffentlicht. Selbst die renommiertesten Schriftsteller wie Stephen King, Jojo Moyes oder George R.R. Martin müssen ihre Texte lektorieren lassen, denn niemand arbeitet fehlerfrei. Da es bei diesen Textsorten meist um das ästhetische Lesen und das Lesen zum Vergnügen geht, ist hier Stil und Ausdrucks-weise besonders wichtig. Die Leserschaft muss deshalb stets mitbedacht werden, denn der sprachliche Stil sollte für die Zielgruppe angemessen sein.

Lektorat im akademischen Bereich: das Fach- und Wissenschaftslektorat

Ob Bachelor- oder Masterthesis, Dissertation oder Habilitation, all diese wissen-schaftlichen Arbeiten sollten unbedingt lektoriert werden. Besonders hier können Fehler in der Quellenangabe fatal sein, denn ein Plagiat liegt schneller vor, als man denkt. Um dies zu verhindern, wird bei dieser Form des Lektorats besonderes Au-genmerk auf die Zitation und die Literaturangaben gelegt. Wichtig ist hier jedoch auch das Inhaltliche: abgesehen von fachlicher Korrektheit, sollte insbesondere die Argumentation stimmig sein und für die Leserschaft nachvollziehbar. Ein wissen-schaftlicher Text, in dem der Inhalt zwar stimmt, die Methode jedoch keinen Sinn ergibt und die Argumentation von Hier nach Da springt, ist dennoch kein guter Text.

Kurz aber eindrucksvoll: das Werbelektorat

Texte, die in der Werbung verwendet werden, fallen meist eher kurz aus. Denn nie-mand hat im Vorbeigehen mehr als einen flüchtigen Blick für ein Plakat oder eine Werbetafel übrig. Warum sollte man also solch kurze Zweizeiler lektorieren lassen? Eben gerade bei kurzen Texten in der Werbung ist es wichtig, diese zu lektorieren. Denn hier kommt es besonders auf die Prägnanz eines Slogans an, so dass der Inhalt oder die Botschaft auf den Punkt gebracht werden kann. Idealerweise schürt der kurze Text solchen Eindruck, dass er noch lange im Gedächtnis bleibt und so mehr Leute auf das beworbene Objekt aufmerksam werden – hier lohnt sich das Lektorat also besonders.

Erfolgreich sein im Netz: Lektorat im Internet

Befindet man sich im digitalen Werbebereich, muss das Lektorat auf diese Sparte bezogen spezifischer arbeiten. Denn im digitalen Zeitalter ist es unumgänglich eine Internetpräsenz aufzubauen, um so neue Kundschaft zu gewinnen. Die meisten neu-en Kunden werden über die Websuche akquiriert, doch in der Suche bei zum Bei-spiel Google weit oben aufzutauchen, ist nicht so leicht. Deshalb muss beim Lektorat für das Web unbedingt auf die Keyworddichte für SEO geachtet werden.

Wie genau sieht ein professionelles Lektorat aus?

Engagiert man nun eine professionelle Agentur für das Lektorat, kann dies verschie-den aussehen. Jeder Lektor bzw. jede Agentur arbeitet dahingehend anders, bei allen liegt jedoch selbstverständlich die Basis der Korrektur zugrunde. Kunde und Agen-tur besprechen dann, wie umfangreich das Lektorat ausfallen soll: beim kleinen wer-den die Fehler nur markiert, beim mittleren werden die Texte gleich von mehreren gelesen und die Fehler werden sofort behoben. Das große oder wissenschaftliche Lektorat geht dann noch über die reinen Formalitäten hinaus und achtet auf eine an-sprechende Ausdrucksweise und, wie oben schon erwähnt, auf eine korrekte Zitati-on, Argumentation usw. Die konkrete Form des Lektorats, sprich lediglich Kommen-tare am Rande des Textes oder sofortige Behebung der Fehler, kann dann noch indi-viduell abgesprochen werden. Denn natürlich soll bei einem Lektorat nicht die Es-senz des Textes verloren gehen, am Ende sind es die Kunden, denen die Texte und deshalb auch die letzte Entscheidungsgewalt gehören.

Hier noch einmal das Lektorat in Kürze:

  • Das Lektorat lohnt sich für jede Art von Text.
  • Korrektur von Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sind stets Grundlage.
  • Rechtschreibprogramme können nicht mehr als das leisten, ein Lektor achtet noch auf vieles mehr und kann deshalb nicht ersetzt werden.
  • Je spezifischer der Text, desto spezifischer und umfangreicher das Lektorat (Literaturlektorat/Wissenschaftslektorat/Werbelektorat).
  • Die Form und den Umfang des Lektorats besprechen Kunde und Agentur.