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Wie läuft Lektorat

Wie läuft Lektorat

Jeder kennt ihn, er schleicht sich ein, ohne dass man es merkt und bleibt selbst bei erneuter Betrachtung oft noch verborgen: der Fehlerteufel. Gerade wer schon das ein oder andere Mal Texte schreiben musste, weiß, dass Fehler unvermeidbar sind. Egal wie bewandt man in der deutschen Sprache ist und wie virtuos man mit dem Wort umgehen kann. Fehler sind also alles andere als schlimm, nur wenn man die Texte veröffentlichen will, dann sollten sie einem zumindest nicht gleich ins Auge springen. Deshalb kommt hier das Lektorat ins Spiel.

Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen

Seine Texte lektorieren lassen hört sich gleich nach einem so großen Unterfangen an, dabei ist dem gar nicht so. Es ist nun mal eine Tatsache, dass einem Dinge durch die Lappen gehen – auch, wenn man noch ein zweites Mal drüber liest. Und wer ganz ehrlich mit sich selbst ist, kann sich vielleicht eingestehen, dass die deutsche Kommasetzung nicht gerade ohne ist. Weshalb dann auf ein Lektorat verzichten? Hier liest nicht nur jemand anderes drüber, sondern das auch noch auf professionelle Weise. Aber wie genau kann so ein Lektorat denn überhaupt aussehen?

Das passende Lektorat für den passenden Text

Die Art des Lektorats hängt zunächst einmal sehr an der Art des Textes. Es macht zum Beispiel wenig Sinn, einen einfachen Werbetext für eine Broschüre mit einem wissenschaftlichen Lektorat zu überprüfen. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Textsorten sind teilweise wie Tag und Nacht, genauso sollte es sich deshalb bei ihrer Überprüfung und Korrektur verhalten, deshalb gibt es zum Beispiel das Literaturlektorat, das Werbelektorat und das Fach- und Wissenschaftslektorat. Hier  sind die unterschiedlichen Formen noch einmal etwas genauer erklärt.

Wie läuft Lektorat

Die verschiedenen Arten des Lektorats

Jetzt hat man also die Textart erkannt und will das passende Lektorat in Auftrag geben, aber wie genau läuft das dann ab? Gibt man einfach seinen Text ab und bekommt ihn nachher mit ein paar roten Markierungen am Rand zurück? Nicht ganz, aber ähnlich. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen gibt es das ganz einfache Lektorat, man gibt den Text also an eine/n Lektor:in, damit er korrigiert wird. Dann gibt es noch das Vier-Augen-Prinzip, der bereits lektorierte Text wird dann noch mal von einer/m anderen Lektor:in überprüft und korrigiert, spätestens dann sollten wirklich alle Fehler ausgemerzt sein. Das wissenschaftliche Lektorat geht noch über die simple Überprüfung von Interpunktion, Orthographie und Grammatik hinaus, hier wird besonders auf die Zitation und die Bibliographie geachtet.

Fehlerkorrektur wie in der Schule? Nicht ganz.

Der Stil der Korrektur hängt zuletzt von den Vorstellungen der Kund:innen ab, dies sollte deshalb unbedingt mit der Agentur besprochen werden. Es gibt die Möglichkeit, dass auftauchende Fehler sofort behoben werden und die ursprünglichen Autor:innen des Textes so gesehen mit der Korrektur nichts mehr am Hut haben. Falls man die Korrekturen des Lektorats jedoch lieber selbst noch einmal begutachten möchte, kann es den Text natürlich mit Kommentaren zurückgeben, in denen die Korrekturen dann nur als Anmerkungen zu finden sind. Gerade wenn es eher um Formulierungen geht, möchte man den Korrekturvorschlag vielleicht nicht unbedingt annehmen.

Wie wird ein Lektorat berechnet?

Nun natürlich noch die Frage, wie denn bei einem Lektorat eigentlich abgerechnet wird. Schließlich kann man hier nicht wirklich pro geschriebenes Wort kalkulieren, wie es bei der Erstellung von Texten der Fall wäre. Üblicherweise geht man hier nach der Seitenzahl, es wird also pro Seite ein gewisser Betrag festgelegt. Hier wird sich auf die Normseite berufen, die also 1.500 Zeichen pro Seite beträgt. Je länger der zu korrigierende Text ist, desto größer ist die Nützlichkeit des Lektorats, denn man kennt es wahrscheinlich selbst: zu Beginn ist man noch konzentriert und kann auf so gut wie alle Fehler selbst achten. Mit fortschreitender Seitenzahl lässt die Konzentration jedoch nach, deshalb überlässt man das Lektorat dann doch lieber den Profis.